am 28.01.2020 News Presse

Zahl der Woche | 29

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29 Prozent aller deutschen Haushalte trinken laut Nielsen hauptsächlich Leitungswasser. Ein Drittel davon bereitet das Leitungswasser mit Wassersprudlern auf. Das Hauptmotiv (78%) für den Leitungswasserkonsum ist Geld zu sparen.

 

Die Wasser-Flüsterer

Ihre Zunft ist exklusiv, ihr Beruf exotisch: Deutschland zählt etwa 60 zertifizierte Wasser-Sommeliers. Täglich probieren sie sich durchs Sortiment und verkosten neben den etwa 500 einheimischen Wassersorten auch internationale Köstlichkeiten wie tasmanisches Regenwasser oder Fidschi-Quellwasser. Das Aussehen wird mit „brilliant funkelnd, klar, blass, ölig, glänzend, silbrig“ beschrieben, die Geruchs- und Geschmacks-Skala reicht von „schal, mollig, muffig, erdig, neutral, buttrig, weich, rund, erfrischend, prickelnd bis zu mineralisch und salzig“ – mit vielen Zwischentönen. Wasser wird so zum Status-Symbol.

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Eine Reihe von Sterne-Restaurants bieten ihren Gästen Wasserkarten und beraten bei der passenden Kombination zum Wein bzw. den gewählten Gerichten. Während Hochpreisiges angepriesen wird, ist es jedoch gerade in der deutschen Hotellerie- und Restaurant-Landschaft nicht üblich, ein Glas Leitungswasser anzubieten. Auf entsprechende Gästefragen reagiert man häufig mit Unverständnis oder berechnet gar das Wasser. So verlangte Til Schweiger beispielsweise in seinem Hamburger Restaurant Barefood Deli Aufsehen erregende 4,20 € für einen Liter Leitungswasser. Kostenfreies „Tap Water“ zum Kaffee oder generell zum Essen ist jedoch in anderen Ländern wie Frankreich, Griechenland oder Österreich durchaus üblich – und auch die Europäische Union hat sich des Themas inzwischen angenommen. Mit der geplanten Trinkwasserrichtlinie will die EU nicht nur die Trinkwasserqualität verbessern und wirbt für Leitungswasser, sondern schlägt auch vor, dass Restaurants den Gästen kostenfrei Leitungswasser ausschenken sollen.

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Trinkwasser hat im Laufe der letzten Jahrzehnte einen Imagewandel vom reinen Durstlöscher zum Wellnessgetränk erfahren. Der jährliche Pro-Kopf-Konsum liegt mit etwa 150 Litern auf hohem Niveau. Dabei unterscheiden die allermeisten Verbraucher nach dem Kohlensäuregehalt lediglich 3 Varianten: still, medium und classic. Und etliche – 29 % – nehmen Leitungswasser als Basis und mixen sich ggf. durch einen Wassersprudler den gewünschten Grad an Kohlensäure dazu. In Deutschland sind wir in der glücklichen Lage, über hervorragendes Trinkwasser aus der Leitung zu verfügen – und eine Reihe von Experten zieht es gar Mineralwasser aus der PET- oder Wasserflasche vor. Umweltgesichtspunkte, Zeitersparnis und geringere Kosten werden dabei ins Feld geführt. Letztere werden jedoch durch die Aufwände für Wassersprudler und Kohlensäurekartuschen wieder kompensiert. Bei Altbauten und entsprechend in die Jahre gekommenen Wasserleitungen besteht zudem das Risiko, dass das Leitungswasser Legionellen, Bakterien oder Schwermetalle enthält. In diesem Fall ist ein hoher Kalkgehalt das geringste Problem,

Im Für und Wider der Mineralwasser-Evangelisten und der Leitungswasser-Puristen sind einige Basics zu den Inhaltsstoffen von Wasser sinnvoll – und hier kommen wieder die Wasser-Sommeliers oder entsprechend geschulte Getränkefachberater ins Spiel. Denn Verbraucher sollten auch auf die ernährungs- und gesundheitsspezifischen Inhaltsstoffe achten. So ist für Kinder im Wachstum ein Wasser mit Magnesium und Calcium sinnvoll. Bei Bluthochdruck sollte natriumarmes Mineralwasser getrunken werden. Und nach dem Essen bietet sich ein Calcium-Sulfat-Hydrogencarbonat-Heilwasser an, denn es unterstützt Magen und Darm. Zum Wohl!

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